Laut "Kluge, etymologisches w=C3=B6rterbuch der deutschen sprache":
"gucken" is eher ein "aus einem versteck herausschauen", aktiv=20
hinschauen und erst seitn mittloita bezeugt.
"schauen" is uaoid (oeida wia da Ridschi!) und uaspringlich eher a=20
passives "visuell auf sich wirken lassen".
In Plattdeitschen is "schauen, dort schuuwen" fast ganz durch "kieken"=20
verdraengt, und meglichaweis hod si des in aundare dialekte weitavabreite=
t.
Weu de Piefka san jo so waunsinnig agdive menschen!
Mia san a bissl gmiadlicha und vawendn deswgn mea des passivare
"schauen", und sogoa fias agdive hungucken sogn ma eha hinschauen.
de geati wrote:
> I muass sogn, des wuat 'gucken' am=C3=BCsiat mi imma. I hob deitsche
> vawondte
> (uaschbringlich aus Austria) und i find des imma so lustig, eher
> kindisch, waunsas
> vawendn - und des is eigentlich oft - is oba zimlich noh zum
> englischn 'look'.
> Immahin hobi dahamm efta den Ausdruck 'Guckerl' fir liabe kinda-augn
> gheat,
> und aa den Ausdruck 'Gucki' ois kosenoman, aiso muass doo a
> zusammenhaung mit'n
> hochdeitschn sein. I bleib oba liaba beim 'schaun'
> vasuach amoi des auf (hoch)deitsch zu ibasetzn: 'zuaschaun mogi ned,
> zuaschaun kauni ned
> 'hingucken mag ich nicht, hingucken kann ich nicht.'
> Wenn wea den uaschbrung von de zwa w=C3=B6ata waas, bittschee beleats u=
ns;
> i t=C3=A4t's schetzn.
>=20
> Liabe griass aus Ausdralijen
> de Geati
>=20
>=20
--=20
Peter Joh. Brunner, pjbru(at)utanet(dot)at
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Und jeder lebt f=C3=BCr sich im Grenzenlosen und kann sein Leben nicht=20
verstehn (Manfred Hausmann)


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